In sechs eindrucksvollen Etappen queren wir die Ortler-Cevedale-Gruppe und angrenzende Gebirgszüge – mehrfach über die magische 3.000-Meter-Marke. Nur wenige Regionen der Alpen bieten so viele Möglichkeiten, hohe Pässe und Gipfel mit dem Bike aus eigener Kraft zu erreichen. Um das Trail-Erlebnis dabei maximal auszukosten, optimieren wir längere Transferstrecken gezielt mit Lift- und Shuttle-Support. So verbringen wir möglichst viel Zeit dort, wo das Hochgebirge seinen ganzen Charakter entfaltet: auf hochalpinen Trails, alten Militärwegen und in weitem, offenem Gelände.
Unser Abenteuer beginnt im Oberen Vinschgau in Südtirol. Von hier aus rollen wir durch das idyllische Val Müstair in der Schweiz, erkunden die wilden Trails rund um den Schweizer Nationalpark und tauchen anschließend tief in den Nationalpark Stilfser Joch ein. In Bormio, einem historischen Bergort mit italienischem Flair, beziehen wir für zwei Nächte unser Basecamp – komfortabel gelegen und ideal, um Kraft zu tanken und die umliegenden Hochgebirgstrails voll auszukosten.
Zu den zahlreichen Höhepunkten der Tour zählen unter anderem die Besteigung des Piz Umbrail (3.033 Meter) mit dem Bike, die spektakulären Trails am Passo Gavia, das legendäre Val Zebrù sowie der Goldsee-Trail. Das große Finale bildet die Überquerung des Madritschjochs (3.123 Meter), des höchsten offiziell mit dem Mountainbike befahrbaren Passes der Ostalpen, gefolgt von einer langen, hochalpinen Abfahrt hinunter ins Martelltal.
Shuttle- und Liftunterstützung setzen wir bewusst und gezielt ein, um Kräfte zu sparen und den Fokus auf die besten Trails sowie das beeindruckende Landschaftserlebnis zu legen – ohne dabei den sportlichen Charakter einer echten Big-Mountain-Tour zu verlieren. Anspruchsvolle Anstiege, teils mit Schiebe- und Tragepassagen, wechseln sich mit langen, technischen Abfahrten ab. Schwierige Passagen können jederzeit geschoben werden; Zeitdruck gibt es bewusst keinen. Dank des kompakten Gebiets lassen sich die Etappen flexibel an Wetter und Bedingungen anpassen – für jede Etappe steht ein starker Plan B zur Verfügung.
Für die hochalpine Umgebung empfehlen wir ein bis zwei Tage zur Akklimatisierung, insbesondere wenn du dich zuvor nicht in vergleichbarer Höhe aufgehalten hast. Die erste Etappe bleibt daher bewusst unter 2.500 Metern und dient als Warm-up: Die Trails sind moderat, und der Körper kann sich in Ruhe an die Höhe gewöhnen.